Freitag, 29. Januar 2021

Spendenaufruf ... 29.01.2021

 
Was fällt einem spontan ein, wenn man die Worte "Spenden" und "Shelter" hört? Richtig, in erster Linie Futter und Geld. Beides ist wichtig, um einen Shelter zu führen. Einmal Futter, um die Tiere zu versorgen. Denn sie verbrauchen viel Futter. Und zum anderen Geld, um beispielsweise notwendige Ausgaben zu tätigen (Wasser- / Stromversorgung, Gehalt Angestellte usw.). 

Bei Spendenaktionen geht es in erster Linie ja immer um die Versorgung der Tiere. Aber was ist denn mit den Menschen, die vor Ort arbeiten und sich mit voller Hingabe um die Hunde und Katzen u.a. kümmern? Wer denkt, dass man sich im Shelter nicht schmutzig macht, war nie in einem. Auch wird Kleidung immer wieder beschädigt. 

Daher mal ein etwas ungewöhnlicher Spendenaufruf für die Mitarbeiter/Innen von ASIPA im Shelter von Suceag (Ro):

Wenn jemand ausrangierte aber noch tragbare Kleidung und Schuhe hat, die man nicht mehr braucht, kann mich gern anschreiben (tom.pedall@gmail.com). Diese würde ich annehmen und nach Suceag weitergeben. 

Um ein paar Beispiele zu nennen:

Latzhosen, T-Shirts, Fleece-Jacken, Jeans, Arbeitshosen, Regenmäntel, Arbeitsschuhe, festes Schuhwerk, Clogs... 

Waschmittel und Reinigungsmittel (zB Chlorreiniger zur Desinfektion) werden auch benötigt.

Oder falls ihr Adressen kennt, wo ich anfragen kann (zb Kleidung aus Rücksendungen), bitte Info an mich. 

Vielen Dank im Voraus!

Euer Tom
https://www.streuner-seelen.de

English Version: 
 
What comes to mind when you hear the words "donations" and "shelter"? Right, primarily food and money. Both are important to run a shelter. One feed to feed the animals. Because they consume a lot of feed. And on the other hand money, for example to cover the necessary expenses (water / electricity supply, salary of employees etc.).

Fundraising campaigns are primarily about caring for the animals. But what about the people who work on site and take care of the dogs and cats, etc. with full devotion? Anyone who thinks that you can't get dirty in the shelter has never been in one. Clothing is also repeatedly damaged.
 
Therefore, a somewhat unusual appeal for donations for the employees of ASIPA in the shelter of Suceag (Ro):

If someone has discarded but still wearable clothes and shoes that are no longer needed, feel free to write to me (tom.pedall@gmail.com). I would accept this and pass it on to Suceag.

To name a few examples:

Dungarees, T-shirts, fleece jackets, jeans, work trousers, raincoats, work shoes, sturdy shoes, clogs ...
 
Detergents and cleaning agents (e.g. chlorine cleaner for disinfection) are also required.

Or if you know addresses where I can inquire (e.g. clothing from returns), please contact me.

Thanks in advance!

 

Sonntag, 17. Januar 2021

Pedro, der Vagabund... (deutsch/english)

Wichtiger Hinweis 06.02.2022 in Bezug auf die im nachstehenden Artikel genannte Pflegestation in Engelskirchen (nunmehr Reichshof): Eine Unterstützung und Zusammenarbeit meinerseits für und mit Hunde SOS Oberberg e.V. (nun in Reichshof) findet nicht mehr statt (eingestellt im Nov. 2021). Auch habe ich mich nach Gründung des Vereins gezwungen gesehen, mein Amt als 2. Vorsitzender mit sofortiger Wirkung niederzulegen (Nov. 2021). Über die Gründe möchte ich mich nicht öffentlich auslassen, aber aus heutiger Sicht habe ich zu wenig hinterfragt und zu sehr blind vertraut, aber mit der Zeit wurden die Fragezeichen immer größer (in allen Bereichen)....

  Schon mehrmals gab ich Zwischeninfos zu dem rumänischen Strassenhund Pedro hier auf dem Blog und bei Facebook ab. Seine Geschichte lässt sich weiter schreiben..

Am 16.02.2020 begleitete ich Ana Maria und ihren Freund zu ihren Pflegehunden, die weiter ausserhalb von Cluj/Klausenburg untergebracht sind. An einem Rastplatz stießen wir auf einen ausgehungerten jungen Hund (über den ich noch schreiben werde). Während wir ihn mit Futter versorgten, machte sich auf der anderen Strassenseite jemand bemerkbar.

Er trug einen Plastikstrick um den Hals in der Art, wie er oft verwendet wird, wenn man sie aufhängen will, wie Ana Marias Freund mir erzählte.

Während der Junghund versorgt wurde,versuchte Ana Marias Freund das Vertrauen des "Neuankömmlings" zu gewinnen, was auch gelang, um ihn dann vom Strick zu befreien.

Da wir nur einen Hund im Wagen mitnehmen konnten, entschied man sich für den jungen Hund, einen Husky-Mix,um ihn in Ana Marias Pflegestelle unterzubringen.

Auf der Rückfahrt wollten wir nach dem zweiten Hund schauen und wenn er noch da ist, ihn auch mitnehmen.

Es ist schon schwer, sich für einen zu entscheiden... aber auf der Rückfahrt war er da und wir nahmen ihn mit. Da kein weiterer Platz in einer Pflegestelle mehr frei war, entschiedman sich, ihn in die Ecarisaj von Cluj zu bringen.

Die Ecarisaj ist das städt. Tierheim. Diese Tierheime sind für ihre Tötungsstationen berüchtigt, aber man hat das Glück, dass jenes in Cluj eines der wenigen ist (oder das einzige?), wo keine Tötungen vorgenommen werden.

Seit diesem Tag habe ich oft an ihn gedacht und wie es ihm wohl geht und darüber nachgedacht, was man machen könnte, um ihm eine Chance auf ein neues Leben zu geben... zumal ich ihm ein Versprechen gab, ihn nicht seinem Schicksal zu überlassen.
 
Ich nahm Kontakt zu einer Tierschützerin auf, die sich immer wieder in der Ecarisaj aufhält und bekam die Infos, dass es ihm gut und Bilder...
 

Da er nur eine Nummer hatte und keinen Namen, wurde er von mir Pedro getauft.
 
Und ich sprach daraufhin mit Olga vom Förderverein der Tiernothilfe Siebenbürgen e.V., inwiefern die Möglichkeit besteht, dass man ihn dort herausholen kann, damit er die Chance auf eine Adoption erhält.
 
Sehr zeitnah kam dann vom Verein ASIPA, der u.a. vom Förderverein unterstützt wird und den Shelter in Suceag unterhält das Okay, dass sie ihn rausholen und bei sich unterbringen können.  

Pedro wurde somit am 05.05.2020 aus der Ecarisaj in Cluj in den Shelter nach Suceag "überführt". Ein wichtiger Schritt in die Freiheit. 
 


 
Auf der Krankenstation des Shelters wurde Pedro von der Tierärztin Andra durchgecheckt und es war alles im grünen Bereich (nebenbei angemerkt: Hier (Link) findet ihr einen Artikel über die Tierärztin Andra, den ich kürlich erst veröffentlich habe)
 
 
Von da an habe ich mit mehreren Aufrufen immer wieder versucht, dass Menschen auf ihn aufmerksam, die ihm eine Chance für einen schönen Lebensabend geben. Es kamen keine Anfragen, trotz dessen, dass er ein sehr freundlicher Hund ist, obgleich er aber kein "Schosshündchen" ist. Aber er teilt das Makel vieler andere Hunde, denn er ist schwarz und bereits 9/10 Jahre alt. Seine Zeit rennt und es verging keine Woche, wo ich nicht an Pedro dachte und überlegte, was ich evtl. noch machen könnte, um seine Chancen zu verbessern.
 
 

 
In der ganzen Zeit machte er sich immer besser im Shelter, vor allem auch dank der Mitarbeiter von ASIPA, seien Alina, Andra, Christina und alle anderen. 





Nachdem alle öffentlichen Vorstellungen von Pedro fruchtlos blieben, wuchs in mir der Gedanke, Pedro nach Deutschland zu holen. Ich erhoffte mir von so einem Schritt, dass seine Chancen dann steigen würden.  

Mit der Zeit forcierte sich mein Wunsch, dass Pedro, falls sich nicht zeitnah Interessenten für ihn finden würden, auf einer unabhängigen Pflegestelle unterkommt, die sich im weiträumigen Umkreis von Wuppertal befindet. Ich ging dann mit diesem Wunsch in div. Facebook-Gruppen und durch Mithilfe einer Facebook-Freundin, die zugleich sehr ativ im Tierschutz tätig ist, kam der Kontakt mit der unabhängigen Pflegestelle in Engelskirchen (Bergisches Land) zustande (https://www.hunde-sos-oberberg.org/). Nach einem kurzen Austausch mit Thomas von Hunde *SOS* Oberberg vereinbarte ich einen Besuch dort. 

Claudia und unsere Bella begleiteten mich und wir waren total begeistert. Nicht nur das Ambiete und Vorraussetzungen waren ideal, auch Thomas war sehr aufgeschlossen und hundefreundlich. Eine Pflegestelle, wie ein kleines Oase für Hunde, die erst einmal ankommen müssen und wieder Vertrauen fassen müssen. 





Nach einer Besprechung mit Olga vom Förderverein der Tiernothilfe Siebenbürgen e.V.iel die Entscheidung Pedro auf die Pflegestelle zu bringen. Ich war total happy, dass dieser wichtige Schritt in die richtige Richtung geebnet war. Es sollte noch ein paar Wochen dauern, da die Pflegestelle erst noch Platz haben musste, aber Mitte Januar sollte die Ausreise dann stattfinden. 

Meine Gefühlslage war mittlerweile schon angespannter. Da ich mich besonders für Pedro freute und auch darauf, ihn wiederzusehen. 

Er wurde am 15.01.2021 für den Transport von ASIPA aus angemeldet. In den Tagen davor wurde er ausreisefertig gemacht...




Seine Augen sind voller Hoffnung und ich wurde immer nervöser. Als ich die Bilder sah, wie er am 15.01. auf den Transport gebracht wurde, verging keine Stunde mehr, als ich nicht dachte. 




In der Nacht zum 16.01. konnte ich nicht wirklich schlafen. 
 
Claudia und ich fuhren zusammen mit unserer Bella zur Pflegestelle. Um 16 Uhr wollten Thomas und ich dann Pedro vom Transport zusammen abholen. 
 
Auf der Pflegestelle befanden sich bereits weitere Hunde und neben Pedro sollten noch zwei Notfälle ankommen. 
 

 


Als dann die Nachricht vom Transporter kam, dass sie da sind, sind Thomas und ich los. Über die Höhe meines Pulsschlags möchte ich schweigen. 

Am Transporter angekommen holte der Fahrer Pedro aus der Box und zog ihm das Panikgeschirr an. Als ich Pedro real sah, war größer als ich ihn in Erinnerung hatte, aber für mich ein sehr emotionaler Moment. Wie mir am Tag zuvor auffiel, waren es heute exakt 11 Monate, dass wir uns das erste und letzte Mal sahen. Was für ein Zufall.
 

 
Bei der Ankunft an der Pflegestelle zeigte Pedro, wie auch alle anderen Hunde keinerlei agressives Verhalten. Kein Geknurre, kein Gebelle. alles lief so wie "Hallo  Du, wer bist Du denn? Bist Du der neue? Komm erst mal an." Ein solches Verhalten habe ich nicht erwartet und freute mich sehr. 
 
 
Ich muss zugeben, dass mich das Ganze emotional schon sehr berührte. Pedro muss erst einmal gut angekommen.  Wir blieben etwa zwei Stunden und er zeigte viel Neugierde. 
 

 
Er kam auch zu mir und wir schauten uns in die Augen. Denke nicht, dass er mich wieder erkannte, aber es ist auch egal. Mir geht es um ihn und die Hoffnung, dass er mit der Zeit zur Ruhe kommt und ich für ihn ein gutes zuhause finden kann. 


Eines weiss ich mit Gewissheit, es wird nicht wieder 11 Monate dauern, bis wir uns wiedersehen und ich hoffe, dass er sich auf der Pflegestelle gut benehmen und das Haus nicht auf den Kopf stellen wird. Ob er jemals in einer Familie lebte, wissen wir nicht. 

Pedro fand gestern Abend aber schon seinen Schlafplatz

 
Ich bin Alina und ihrem Team von ASIPA und dem Förderverein der Tiernothilfe Siebenbürgen e.V. so sehr dankbar, dass sie Pedro damals aus der Ecarisaj in Cluj übernahmen und Pedro nach Deutschland brachten sowie auch dem Thomas mit seiner Pflegestelle Hunde *SOS* Oberberg, dass er Pedro eine Chance auf seiner Pflegestelle gibt. Die Pflegestelle wird von mir auch unterstützt und ich hoffe, dass alles gut verläuft. 

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I have already given interim information about the Romanian street dog Pedro several times here on the blog and on Facebook. His story can go on ...

On February 16, 2020 I accompanied Ana Maria and her boyfriend to her foster dogs, who are housed further outside of Cluj / Klausenburg. At a rest area we came across a starved young dog (about which I will write later). While we were supplying him with food, someone made his presence felt across the street. He wore a plastic cord around his neck, the kind that is often used when hanging it up, Ana Maria's friend told me.

While the young dog was being looked after, Ana Maria's friend tried to win the trust of the "newcomer", which she succeeded in order to then free him from the rope. Since we could only take one dog with us in the car, the decision was made for the young dog, a husky mix, to be placed in Ana Maria's foster home. On the way back we wanted to look after the second dog and, if it is still there, take it with us. It's hard to decide which one ... but on the way back it was there and we took it with us. As there was no more free space in a foster home, it was decided to take him to the Ecarisaj of Cluj. The Ecarisaj is the municipal animal shelter. These shelters are notorious for their killing stations, but luckily the one in Cluj is one of the few (or the only?) Where no kills are made. Since that day I have often thought of him and how he is doing and what could be done to give him a chance at a new life ... especially since I made him a promise not to leave him to his fate . I got in contact with an animal rights activist who is always in the Ecarisaj and got the information that he was fine and pictures ...

Since he only had a number and no name, I named him Pedro. And then I spoke to Olga from the Friends of the Tiernothilfe Siebenbürgen e.V., to what extent there is a possibility that one can get him out of there so that he has the chance of an adoption. Soon afterwards, the ASIPA association, which is supported by the development association and maintains the shelter in Suceag, gave the OK that they could take it out and bring it to their home. Pedro was therefore "transferred" from the Ecarisaj in Cluj to the shelter in Suceag on 05/05/2020. An important step towards freedom.

At the shelter's infirmary, Pedro was checked through by the vet Andra and everything was OK (by the way: Here (link) you can find an article about the vet Andra, which I recently published).

From then on I tried again and again with several appeals to draw people's attention to him, who would give him a chance for a beautiful evening of life. There were no inquiries, despite the fact that he is a very friendly dog, although he is not a "lap dog". But he shares the stigma of many other dogs, because he is black and 9/10 years old. His time is running out and not a week went by when I didn't think about Pedro and what I could possibly do to improve his chances.

During the whole time he was doing better and better in the shelter, especially thanks to the ASIPA employees, Alina, Andra, Christina and everyone else.

After all of Pedro's public performances remained fruitless, the thought grew in me to bring Pedro to Germany. I hoped from such a step that his chances would then increase. Over time, my wish increased that Pedro, if there were not interested people for him promptly, would find accommodation in an independent foster home, which is located in the extensive vicinity of Wuppertal. With this wish I went to various Facebook groups and with the help of a Facebook friend who is also very active in animal welfare, I came into contact with the independent foster home in Engelskirchen (Bergisches Land) (https: // www. hunde-sos-oberberg.org/). After a brief exchange with Thomas von Dogs * SOS * Oberberg, I arranged a visit there. Claudia and our Bella accompanied me and we were absolutely thrilled. Not only the ambience and requirements were ideal, Thomas was also very open-minded and dog-friendly. A foster home, like a little oasis for dogs who first have to arrive and have to regain confidence.

After a meeting with Olga from the Förderverein der Tiernothilfe Siebenbürgen e.V., the decision was made to bring Pedro to the foster home. I was totally happy that this important step in the right direction was made. It should take a few more weeks, as the foster home still had to have space, but the departure should then take place in mid-January. My emotional state was already more tense. As I was especially looking forward to seeing Pedro again. It was registered for transport from ASIPA on January 15, 2021. In the days before he was made ready to leave ...

His eyes are full of hope and I was getting more and more nervous. When I saw the pictures, as he was on January 15th. was brought on the transport, less than an hour passed when I didn't think.

On the night of January 16 I couldn't really sleep. Claudia and I drove to the foster home with our Bella. At 4 p.m. Thomas and I wanted to collect Pedro from the transport together. There were already other dogs at the foster home and two emergencies were supposed to arrive in addition to Pedro.

When the message came from the van that they were there, Thomas and I went. I would like to be silent about the height of my pulse. When he arrived at the van, the driver took Pedro out of the box and put the panic harness on him. When I saw Pedro for real it was bigger than I remembered, but it was a very emotional moment for me. As I noticed the day before, it was exactly 11 months today that we saw each other for the first and last time. What a coincidence.

Upon arrival at the foster home, Pedro, like all the other dogs, did not show any aggressive behavior. No growling, no barking. everything went like "Hello you, who are you? Are you the new one? Come on first." I did not expect such behavior and was very happy.

I have to admit that the whole thing touched me a lot emotionally. Pedro has to arrive safely first. We stayed about two hours and he showed a lot of curiosity.

He came to me too and we looked each other in the eye. Don't think he recognized me, but it doesn't matter either. For me it's about him and the hope that he will calm down over time and that I can find a good home for him.

I know one thing for sure, it won't be 11 months before we meet again and I hope that he behaves well in the foster home and won't turn the house upside down. We do not know whether he ever lived with a family. Pedro found his place to sleep last night.

I am so grateful to Alina and her team from ASIPA and the Förderverein der Tiernothilfe Siebenbürgen eV that they took over Pedro from the Ecarisaj in Cluj and brought Pedro to Germany as well as Thomas and his foster home dogs * SOS * Oberberg that he got Pedro a chance at his foster home. I also support the foster home and I hope that everything goes well.
 
17.01.2021, Tom Pedall - https://www.streuner-seelen.de 

Sonntag, 10. Januar 2021

Andra, eine rumänische Tierärztin versucht zu helfen ... (deutsch/english)

An sich wollte ich mich nun hinsetzen und den Artikel über meinen zweiten Besuchs im Shelter von Suceag, den ich am 15.02.2020 besuchte, abschließend fertig stellen. Allerdings verschiebe ich dies um 1-2 Wochen und nutze die Zeit, um einen separaten Artikel über die Tierärztin Andra zu schreiben.




 Auf Andra traf ich erstmals am 15.02.2020 in Suceag. Sie ist dort im Verein ASIPA Tierärztin. 2017 wurde sie Tierärztin und ein Anliegen von ihr sind Durchführungen von kostenlosen Kastrationskampagnen für sozial schwach gestellte Menschen. Dies kann sie bei ASIPA auch realisieren, da der Verein grundsätzlich für Kastrationen von Katzen und Hunden keine Honorare verlangt. Dieses Angebot wird auch gern in Anspruch genommen, aber es wäre zu wünschen, dass noch viel mehr Menschen davon Gebrauch machen, ihre Hunde kastrieren zu lassen. Aber dafür bedarf es noch viel Aufklärungsarbeit und Überzeugungsarbeit. 

Als ich am 15.02.2020 im Shelter Andra kurz kennenlernen durfte waren bereits  mehrere Hunde und Katzen von Privathalten eingetroffen, die an dem Tag kastriert wurden.


Sie zeigte mir, dass man zum Nachweis, dass die entsprechenden Eingriffe vorgenommen wurden, solche Fotos aufnimmt. Eine sehr gute Aktion der Transparenz. 

Für Andra endet das Thema Tierschutz aber nicht bei Feierabend, sondern sie ist auch in ihrer Freizeit Tierärztin und führt da ihr soziales Engagement fort, um gerade auch für arme Menschen mit Hunden, Katzen und anderen Tieren da zu sein. 

Kurz nach Weihnachten 2020 war sie spazieren und traf auf einen verarmten älteren Mann mit einem Esel, der im Müll nach Essen suchte. 


Sie kamen ins Gespräch und er erzählte, dass er kein Essen für den Esel mehr hat. Sie essen beide das vertrocknete Brot, welches sie im Müll finden. Andra sah, dass die Eselin schwanger ist und sagte dem Mann zu, dass sie Futter für das Tier zu ihm nach Hause bringen wird und sie genauer anschauen wollte. Das Tier tat Andra leid und wollte unbedingt helfen, gerade auch wegen der anstehenden Geburt.

Wenige Stunden später besuchte Andra den Mann mit seinem Esel zu Hause. Er lebt dort mit seinen Töchtern und Enkelkindern in sehr armen Verhältnissen. 




Er neben dem schwangeren Esel auch 5 Hunde, Katzen, einen weiteren Esel und zwei Schweine. Einer der Hunde ist zudem ebenfalls schwanger. Neben Futter und einer medizinischen Versorgung der Tiere stellte Andra auch fest, dass auch Essen und Kleidung für die Kinder der Familie dringend vonnöten sind. Sie beschloss einen Aufruf zu starten, um nicht nur den Tieren, sondern auch der Familie Hilfe zukommen lassen. Auch plante sie die Sterilisation und Kastration der Hunde.

Andras Spendenaufruf hatte Erfolg und so konnte sie noch vor dem Jahreswechsel neue Hundehütten und Futter- und Sachspenden der Familie vorbeibringen. 






Vor wenigen Tagen wurden dann schon zwei der weiblichen Hunde sterilisert und zwei weitere warten auf ihre Kastration.

 





Ich bin mit Andra seit meinem Besuch in Suceag 2020 bei Facebook befreundet und lese von ihren privaten Hilfen. Gerade auch die letzte Hilfsaktion zeigt, dass sie helen möchte, wo es möglich ist und gerade das Wohl der Tiere sehr wichtig für sie ist. Tierärztin ist nicht nur ein Beruf für sie. Sie versucht über ihren Beruf vieles zu bewegen. Daher habe ich mich auch dazu entschlossen, sie selber auch zu unterstützen und auch auf meiner Homepage eine Unterseite einzurichten, wo ich über ihre eigene private Hilfe immer wieder mal etwas veröffentliche. Wenn jemand von Euch sie persönlich unterstützen möchte, so könnt ihr gern an mein Paypal-Konto tomsstreunerseelen@gmail.com Spenden schicken und ich leite sie umgehend weiter. Bitte sendet die Spenden aber als "Zahlung von Freund zu Freund", da sonst Gebühren anfallen und gebt das Stichwort "Andra" an.

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I wanted to sit down and finish the article about my second visit to the shelter in Suceag, which I visited on February 15, 2020. However, I am postponing this for 1-2 weeks and use the time to write a separate article about the veterinarian Andra.

I first met Andra on February 15th, 2020 in Suceag. She is there in the ASIPA veterinary. In 2017 she became a veterinarian and one of her concerns is the implementation of free castration campaigns for socially disadvantaged people. She can also do this at ASIPA, as the association does not charge any fees for neutering cats and dogs. This offer is also popular, but it would be hoped that many more people would make use of having their dogs neutered. But that still requires a lot of educational work and persuasion.

When I got to know Andra briefly in the shelter on February 15, 2020, several dogs and cats from private households had already arrived and were neutered that day.

She showed me that such photos are taken to prove that the appropriate interventions have been carried out. A very good act of transparency.

For Andra, the topic of animal welfare does not end at the end of the workday, but she is also a vet in her free time and continues her social commitment to be there for poor people with dogs, cats and other animals.

Shortly after Christmas 2020, she was out for a walk and met an impoverished elderly man with a donkey looking for food in the garbage.

They started talking and he said that he had no more food for the donkey. They both eat the dried up bread they find in the garbage. Andra saw that the donkey is pregnant and told the man that she would bring food for the animal to his home and that she wanted to take a closer look. Andra felt sorry for the animal and wanted to help, especially because of the upcoming birth.

A few hours later Andra visited the man at home with his donkey. He lives there with his daughters and grandchildren in very poor conditions.

Besides the pregnant donkey he also has 5 dogs, cats, another donkey and two pigs. One of the dogs is also pregnant. In addition to food and medical care for the animals, Andra also found that food and clothing are urgently needed for the family's children. She decided to start a call to help not only the animals but also the family. She also planned the sterilization and castration of the dogs.

Andra's appeal for donations was successful and so she was able to bring new dog houses and food and material donations to the family before the end of the year.

A few days ago two of the female dogs were sterilized and two more are waiting to be neutered.

I've been friends with Andra on Facebook since my visit to Suceag 2020 and read about her private help. The last relief operation in particular shows that she wants to help where possible and the welfare of the animals is very important to her. Being a vet is not just a job for her. She tries to change a lot through her job. That's why I decided to support them myself and to set up a subpage on my homepage, where I publish something from their own private help. If anyone of you would like to support them personally, you are welcome to send donations to my Paypal account tomsstreunerseelen@gmail.com and I will forward them immediately. Please send the donation as a "friend to friend payment", otherwise fees will apply and use the keyword "Andra".